FAQs

Ist eine Feuer- oder Erdbestattung besser?

Da die beiden Bestattungsarten sehr unterschiedlich sind, lässt sich diese Frage
pauschal nicht so leicht beantworten. Daher ist es in jedem individuellen Einzelfall von den Angehörigen abzuwägen, welche Bestattungsart ihnen besser gefällt.
Um Ihnen die Entscheidung etwas zu erleichtern, haben wir Ihnen hier einige Fakten über die Feuer- und Erdbestattung zusammengestellt.
Nehmen wir zunächst die notwendigen Kosten für die Bestattung in den Fokus. Bei beiden Bestattungsarten entstehen Kosten für die Überführung, Versorgung, Einkleidung, Erledigung verschiedener Formalitäten sowie die anstehende Trauerfeier. Außerdem ist der Kauf eines Sargs notwendig – und das sogar bei der Feuerbestattung. Allerdings greifen viele Angehörige bei der Feuerbestattung zu einem preiswerteren Modell, da dieser im Krematorium mit verbrannt wird.
Die Kosten für eine Einäscherung können ebenfalls variieren. Sie richten sich jeweils nach den Vorgaben der Verbrennungsstätte und der Entfernung. Zusätzlich sollte die zweite, notwendige Leichenschau im Falle einer Kremierung nicht in Vergessenheit geraten, da hierbei Kosten für den Amtsarzt entstehen. Im direkten Vergleich ist eine Feuerbestattung jedoch tatsächlich günstiger, als eine traditionelle Erdbestattung.
Bei der klassischen Erdbestattung ist zu bedenken, dass Kosten für den Friedhof als auch das Grab hinzukommen. Einige Angehörige nutzen dieses Geld lieber für eine individuelle Abschiedsfeier und ersparen sich mit der Urnenbestattung den hohen Aufwand einer Grabpflege. Deshalb ist die Bestattung mit einer Urne besonders vorteilhaft für ältere Menschen und die Möglichkeit eines Grabes bleibt erhalten. Zudem gibt es bei der Feuerbestattung unterschiedliche Möglichkeiten der Beisetzung.
Allgemein lässt sich sagen, dass die Kosten einer Bestattung grundsätzlich von den Wünschen und Vorstellungen des Verstorbenen abhängig sind.

Muss ich bei einem Sterbefall zuerst einen Arzt oder den Bestatter anrufen?

Sollte der Tod des Verstorbenen zu Hause eingetreten sein, so ist im ersten Schritt der Hausarzt oder der ärztliche Bereitschaftsdienst anzurufen. Direkt im Anschluss ist das Bestattungsinstitut über den Todesfall zu informieren, damit ein Termin für die Überführung festgelegt werden kann. Bei einem Todesfall im Krankenhaus genügt es, das Bestattungsinstitut anzurufen und einen passenden Termin für ein Beratungsgespräch zu vereinbaren. Alle weiteren Schritte werden dann von Ihrem Bestattungsinstitut übernommen.

Was kostet eine Bestattung?

Die Kosten einer Bestattung sind von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Daher lassen sich vorab keine allgemein gültigen Kostenangaben machen. Sie können sich jedoch vom Bestattungsinstitut einen Kostenvoranschlag erstellen lassen, in dem alle Leistungen vollständig aufgeführt werden. Ein seriöser Bestatter wird Ihnen gerne eine transparente und detaillierte Aufstellung aller erforderlichen Leistungen inklusive Kosten geben. Die im Internet kursierenden Pauschalangebote für eine Bestattung sind in den meisten Fällen reine Lockangebote, hinter denen sich oft weitere Kosten für die Überführung, Kremation, den Totenschein, die Kühlgebühren usw. verbergen. Achten Sie deshalb besonders gut darauf, dass Sie sich an einen vertrauenswürdigen Bestatter wenden.

Darf ich die Urne des Verstorbenen mit nach Hause nehmen?

n Deutschland ist es nicht möglich, eine Urne mit nach Hause zu nehmen. Im deutschen Bestattungsgesetz ist der Leichnam eines verstorbenen Menschen der Asche gleichgesetzt. Für Verstorbene gilt in Deutschland Friedhofszwang.
So genannte Alternativbestattungen, wie z.B. Felsbestattungen, sind deshalb nicht möglich. Ein Leichnam oder die Kremationsasche werden den Angehörigen also nicht übergeben. Aus diesem Grund kann nur ein Bestatter Überführungen realisieren.

Was ist unter dem Friedhofszwang zu verstehen?

Zum Friedhofszwang gehört die Pflicht, einen Verstorbenen auf einem Friedhof beisetzen zu lassen. Diese Regelung ist in den Bestattungsgesetzen der jeweiligen Bundesländer geregelt. In diesen Bestattungsgesetzen ist festgeschrieben, dass die Asche bzw. der Leichnam eines Verstorbenen nicht außerhalb eines Friedhofes beigesetzt werden darf.

Welche Alternativen zum Friedhof gibt es?

Neben der klassischen Beisetzung auf einem Friedhof haben Sie trotz des Friedhofzwangs in Deutschland weitere Möglichkeiten für eine Bestattung. Dazu zählen

  • die Beisetzung der Asche in Form einer Seebestattung
  • die Beerdigung auf einem Waldfriedhof, wie z.B. einem FriedWald® oder RuheForst®.

Weitere Bestattungsorte sind rechtlich nicht zugelassen.